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© sb/cb Feb 2012

Englund Gambit 1.d4 e5

Englund-Gambit 1. d4 e5

Drei Gambits in einem: Hartlaub-Gambit, Soller-Gambit, Englund-Gambit erschienen in der Edition Mädler im Walter Rau Verlag, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7919-0301-2, 144 Seiten, 200 Diagramme, kartoniert.

Kurzbeschreibung

Hier wird eigenwilligen Pionieren über die Schulter geblickt, die dem heute nachweislich unter Wert gehandelten Gambit 1. d4 e5 verblüffende Feinheiten abgewinnen. Das hochbrisante Material, erstmals systematisch zusammengetragen und durchleuchtet, ist freilich nur für Leute mit starken Nerven geeignet. Da punkten Nimzowitsch und Mieses mit dem Blackburne-Gambit, der junge Lasker verliert den Überblick, Diemer hält über Jahrzente an dem unglaublichen Soller-Gambit fest, und Keres wagt in einer wichtigen Entscheidungspartie das Englund-Gambit.

Aus Schach 64, 1988

".... Jeder Schachfreund muß sich nun selber überlegen, ob er diese als riskant geltende Eröffnung spielen will. Wer jedoch diese Frage bejaht, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Noch einige Worte zu der Leistung des Autors. Selbst wenn dieses Gambit weiterhin ein seltener Gast in der Schacheröffnungslandschaft bleiben sollte, die Art, wie Stafan Bücker dieses Thema anpackt, sollte bei (anderen) Eröffnungsmonographien Schule machen. Die Menge an Material, zusammengetragen und geordnet mit einer geradezu wissenschaftlichen Akribie, sowie die Übersichtlichkeit des Buches mit exzellent plazierten Fußnoten und Querverweisen - kurzum die Gründlichkeit der Bearbeitung ist imponierend. Es wäre (den breiten Leserkreisen) zu wünschen, daß der Autor sich künftig mit gleichem Engagement und Fleiß einer verbreiteteren Eröffnung zuwendet. Einmal hat er das schon gemacht; seine beiden Broschüren über den geschlossenen Sizilianer sind nach wie vor die vielleicht beste Quelle zu diesem Thema. Doch die Liebe des amtierenden NRW-Meister Stefan Bücker gilt meist den Mauerblümchen der Schachtheorie..."